EXOSKELETTE – NATÜRLICHE MIRKOARCHITEKTUREN

| Sculptural work 

‘Denn wahrhaftig steckt die Kunst in der Natur, wer sie heraus kann reißen, der hat sie’ 

– Albrecht Dürer





Seit jeher beschäftigt die Menschen die Natur als Vorbild. Sie bietet einen nahezu unerschöpflichen Fundus für den schaffenden Menschen, aber auch ein Kontrastpunkt zur eigenen vom Menschen geschaffener Arbeit.

Naturwissenschaftler, Künstler, Architekten und Ingenieure nutzen die Strukturen, Formen und Vielfalt der  Natur als Grundlage zum Lernen und als Inspirationsmittel. Bionik setzt Prinzipien und Techniken aus der lebenden Natur um. Das sogenannte Lernen aus der Natur setzt sich somit von reiner Naturinspiration ab.




Zeichnungen-Exoskelett-Website
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Als Grundlage meiner Arbeit diente mir das Exoskelett eines Flusskrebses, der für mich durch die abwechslungsreichen Formen interessant wurde. Von den filigranen Beinchen und Fühlern, bishin zum harten, stabilen Brustpanzer, bietet der Flusskrebs eine Vielzahl an unterschiedlichen Formen. Durch zeichnerische Studien tastete ich mich an die Formen des Krebses heran. Besonderes Augenmerk legte ich anfangs auf die Verzahnung und Verwindung der Beinglieder und auf die ineinandergeschobenen Rückenpanzerglieder, die das Hinterleib des Flusskrebses stützen und schützen. 


Nach ersten plastischen Studien, entschied ich mich dafür, vorallem den Rückenpanzer näher zu untersuchen und als Vorlage für die Abschlussplatik zu benutzen. Der Rückenpanzer dient unter anderem auch als Schutz vor Fressfeinden und steht somit für Stabilität und Geborgenheit. Die Bogenformen erzeugen Oberflächenspannungen und die Gliederung des Hinterleibpanzers lässt Spielraum für unterschiedliche Kombinationen der ineinandergreifenden Glieder.





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Bei dem Entwicklungsprozess der abschließenden Plastik in größerem Maßstab war mir wichtig, das die Herkunft der Plastik, also die Rückenpanzerglieder deutlich erkennbar bleiben  und der Betrachter ein Schalentier damit assoziiert. Somit musste der Abstraktionsgrad niedrig gehalten werden und beschränkt sich auf die Geometriesierung, also die Zerlegung der Form in Polyeder und 3-Ecke. 

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